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°mstreet-Filmvorführung mit Regisseur Christoph Rüter
"Krimis und das Dritte Reich"

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Datum Mittwoch, 08. Juni 2016
Uhrzeit 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr
Ort Im Wohnzimmer von Bertram von Boxberg
Pallasstr. 8/9, Vorderhaus, 1. OG
10781 Berlin
Anfahrt M85, M48 ab U2 Bülowstr. oder U7 Kleistpark bis Haltestelle Goebenstraße
Anmeldung Um Anmeldung an redaktion@mstreet-berlin.de wird gebeten.
Kosten Eintritt frei. Wir bieten Wein zum Selbstkostenpreis vom Weingut Savary de Beauregard an.
Begrüßung Heidrun Abraham
Einführung Christoph Rüter

Im gemütlichen Wohnzimmer von Filmemacher Bertram von Boxberg zeigen wir den Film "Krimis und das Dritte Reich" in Anwesenheit des Regisseurs Christoph Rüter.

Sein Dokumentarfilm wurde im März 2016 auf arte ausgestrahlt. Er erzählt von drei Schriftstellern aus Europa, die sehr erfolgreich Krimis über eine Zeit schreiben, die bis heute noch nie Krimistoff war: das Dritte Reich, das selbst als Zeit unfassbarer Verbrechen in die Geschichte eingegangen ist.

Um Anmeldung an redaktion@mstreet-berlin.de wird gebeten.

Eintritt frei. Wir bieten Wein zum Selbstkostenpreis vom Weingut Savary de Beauregard an.


Christoph Rüter

  • Jahrgang 1957, geb. in Gelsenkirchen
  • 1976 Abitur am Ratsgymnasium in Münster (Westf.)
  • Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Psychologie in München und Berlin
  • 1985–89 Dramaturg an der Freien Volksbühne West-Berlin
    Zusammenarbeit mit Thomas Brasch, Hans Neuenfels, Heiner Müller, Bob Wilson, u. v. a.

Filmographie ansehen ...

Und natürlich ist Christoph auch ein Urgestein des Potse-Kiezes!
Wir freuen uns, seinen Dokumentarfilm gemeinsam mit ihm anschauen zu dürfen und vielleicht auch was zum aktuellen Projekt (Kinofilm) zu erfahren.


Krimis und das Dritte Reich

Ein Film von Christoph Rüter, D 2015
Mit Philip Kerr (London), Volker Kutscher (Köln) & Dominique Manotti (Paris)

Redaktion: Martin Pieper, ZDF/Arte

Länge: 53‘

Dominique Manotti legte 2004 ihren dunkelsten Roman vor: „Das schwarze Korps“, in der sie die Machenschaften der französischen Gestapo in Paris im August 1944 schildert. Philip Kerr schickt seit 1988 seinen hard-boileddetective Bernie Gunther, ein ehemaliger Kommissar, in die finstersten Ecken des Nazi-Reiches mit SS-General Heydrich im Nacken. Im Gegensatz zu Kerr beginnt Volker Kutscher seine Romanreihe in der Weimarer Republik. Ihn interessiert, wie sein Protagonist Rath, auch ein Kommissar in Berlin, den Übergang von der Demokratie zur Diktatur verkraftet.

Kritiker und Leser – ein internationales Millionenpublikum – loben nie erfahrene Leseerlebnisse. Die Romane haben die Verführungskraft eines Suchtmittels; man spricht von atmosphärisch dichten Krimis, die ein Delirium aus Gewalt und Verbrechen nachzeichnen, mit hoher zeitgenössischer Substanz. Die Nazi-Ära durfte bisher nicht zur Unterhaltung missbraucht werden – so das unausgesprochene Tabu in Deutschland. Über den Umweg Krimi lassen sich aber viele Leser gerne in ein Thema hineinzeihen, das sie normalerweise abschrecken würde.

Alle Protagonisten der Romane finden eine teuflische Welt vor, die sie vor existentielle Fragen stellt: Wie überleben in einer Welt, die so wahnsinnig geworden ist, dass Lebenszeit und Weltzeit in eins fallen? Der Diktator will die ganze Welt mit in den eigenen Abgrund reißen. Nach ihm soll es keine „Zeit“ mehr geben.

Die Kamera begleitet die Schriftsteller bei ihrer Arbeit in Berlin, New York, Paris, London und Köln. Sie führen uns an unbekannte Orte, wie die Quartiere der französischen Gestapo in Paris, die uns Manotti zeigt. Wir sehen Kerr in Babelsberg und im Haus der Wannseekonferenz bei der Recherche zu einem neuen Buch, das er dann in New York vorstellt. Volker Kutscher liest in einem ehemaligen KZ in Berlin aus seinem neuen Roman und führt uns durch Köln. Sein Protagonist Gereon Rath ist mittlerweile im Dritten Reich angekommen und erlebt 1933 einen ganz eigenen Rosenmontagszug in seiner Heimatstadt Köln.

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