MEDIENSTANDORT POTSDAMER STRASSE BERLIN
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Ein Medienstandort mit Tradition

An der Chaussee zwischen Potsdam und Berlin, südlich des Schafgrabens (heute Landwehrkanal), hatte sich bereits im 19. Jahrhundert eine florierende Kunstszene etabliert. Hier arbeiteten Künstler wie die Maler Adolph Menzel und Anton von Werner oder der Bildhauer Reinhold Begas. In den Kabaretts und Musiktheatern traten später Stars wie Claire Waldoff und Walter Kollo auf.

Blick in die Potsdamer StraßeDieses lebendige kulturelle Umfeld zog bald auch Agenten, Kunsthändler und Verleger an. Die Redaktion des legendären Satiremagazins "Kladderadatsch" war ebenso im Quartier angesiedelt wie die Verlage Rohwolt und Fischer. Deutschlands erste Radiosendung wurde 1923 aus dem Vox-Haus in den Äther geschickt. Kurzum: An der Potsdamer Straße entstand eine leistungsfähige und innovative Infrastruktur zur Verbreitung kultureller Güter.

Während der NS-Herrschaft wurde die bedeutende Tradition des jüdischen Berlin fast vollständig ausgelöscht. Davon waren auch zahlreiche Unternehmen und Etablissements am Medienstandort Potsdamer Straße betroffen. Im Herbst 1945 wurde der 'Tagesspiegel' an der Potsdamer Straße aus der Taufe gehoben, doch insgesamt geriet der Standort, zumal nach dem Mauerbau, in eine ausgesprochene Randlage - es wurde ruhig um Berlins traditionelle Medienmeile.

Erst mit dem Fall der Mauer konnte der Standort wieder von seiner zentralen Lagen im Herzen der Stadt profitieren.

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